Mobilität hat in unserer Gesellschaft eine hohe Selbstverständlichkeit und Emotionalität. Dementsprechend aufgeheizt ist die Debatte. Denn auf der einen Seite gibt es den Wunsch nach einer individuellen preiswerten Mobilität. Und es gibt hunderttausende von Arbeitsplätzen, die von veralteten Technologien abhängig sind. Auf der anderen Seite gibt es eine Klimadebatte, die auch durch die Coronakrise neue Argumente und Aktionsbereitschaft in Gang gesetzt hat. Nach wie vor – und angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise – gilt es, unbequeme Fragen, Forderungen und Antworten zu diskutieren.

Gäste

avatar Ola Källenius
avatar Roman Zitzelsberger
avatar Franziska Heinisch

Moderation

avatar Daniel Rabe

Durch die Coronakrise sind die schlechten Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie, bei den Spargelstechern und in vielen weiteren Branchen wieder einmal schmerzlich zu Tage getreten. Bei den Betroffenen handelt es sich oft um Arbeitsmigrant*innen aus Osteuropa. Auch in unseren Branchen sind Menschen mit Migrationshintergrund besonderen Belastungen ausgesetzt Wie geht es diesen Kolleg*innen in Zeiten von Corona?
Die aktuelle Situation auf dem derzeitigen Arbeitsmarkt ist für alle Beteiligten durch besondere Unsicherheit gekennzeichnet. Vor welchen Herausforderungen stehen Kolleg*innen mit Migrationsgeschichte? Welche Rolle können oder müssen wir als Gewerkschaften und Interessenvertretungen einnehmen? Diese und weitere Fragen werden wir im Webtalk diskutieren.

Gäste

avatar Justyna Oblacewicz
avatar Jan Otto
avatar Dr. Fessum Ghirmazion

Moderation

avatar Sok-Yong Lee

Vor der „Corona-Krise“ waren die verheerenden Folgen des Klimawandels und die ökologischen Überlebensfragen unseres Planeten zum zentralen Thema nicht nur bei Klimakonferenzen geworden. In Talkshows, Schulen, Gewerkschaftsseminaren und auch in vielen Wohnzimmern wurde über die Art und Weise unseres Konsum- und Wachstumsmodells diskutiert, wurde über andere Mobilitäts- und Energiekonzepte, über Ressourceneffizienz und solidarische Stadtentwicklung gesprochen. Die „Fridays for Future“-Bewegung mobilisierte und beeinflusste die politische Tagesordnung.
Nun scheint die Pandemie dies alles in den Hintergrund zu drängen. Dabei zeigt diese Gesundheitskrise umso deutlicher die Notwendigkeit einer Abkehr von bisherigen neoliberalen Logiken und die Notwendigkeit einer sozial und ökologisch nachhaltigen Perspektive. Über all das und über das, was zu tun ist, werden wir in diesem Webtalk mit unseren Gästen reden.

Gäste

avatar Prof. Dr. Ulrich Brand
avatar Prof. Dr. Uwe Schneidewind
avatar Angelika Thomas

Moderation

avatar Petra Wolfram
avatar Fritz Janitz

Die aktuelle Krise verschärft bestehende Ungleichheiten massiv: Menschen, die zuhause die Betreuungsarbeit übernehmen – in der Mehrheit Frauen – erleben die Grenzen der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Familienarbeit in einem noch nie gekannten Ausmaß. Und dies bleibt nicht ohne Wirkungen auf ihre Erwerbstätigkeit. Parallel zu dieser Entwicklung verschiebt die Krise auch das Machtgefüge: Beschäftigte in systemrelevanten Berufen – ebenfalls in der Mehrheit Frauen – erhalten gesellschaftliche Aufmerksamkeit in neuem Ausmaß. Was bedeutet das für gesellschaftliche Kräfteverhältnisse und welche Maßnahmen müssen Gewerkschaften und die Politik ergreifen, damit Frauen nicht zu Verliererinnen der Krise werden?

Gäste

avatar Dr. Franziska Giffey
avatar Prof. Dr. Jutta Allmendinger
avatar Christiane Benner

Moderation

avatar Anja Diegmüller

Zahlreiche Mythen rund um Covid19 finden enorme Verbreitung. Und das nicht nur im Netz. Dies reicht von Verharmlosungen bis hin zum Aufruf zum „aktiven Widerstand“.
Wie lässt sich dieser Boom an Verschwörungsideologien erklären? Wer oder was steckt eigentlich dahinter? Sind das harmlose Spinnereien oder doch bedenkliche Entwicklungen? Und zu guter Letzt: Was bedeutet das für die Arbeit der Interessenvertretungen im Betrieb?

Gäste

avatar Stephanie Schmoliner
avatar Christian Schiffer
avatar Prof. Samuel Salzborn

Moderation

avatar Werner Hartl

Schon vor dem Coronaschock war die Gestaltung der Digitalisierung unter dem Stichwort „Arbeit 4.0“ ein zentrales Thema in Gesellschaft und Wirtschaft. Video-Konferenzen, Arbeit im Home Office, die Rolle von Künstlicher Intelligenz und die Nutzung moderner Kommunikationstechnologien sind keine neuen Erscheinungen. Die Auseinandersetzungen darüber werden durch die gesammelten Erfahrungen der aktuellen Situation noch weiter an Fahrt aufnehmen. Wir diskutieren mit Prof. Dr. Nicole Mayer-Ahuja, Dr. Florian Butollo und Dr. Raphael Menez über die Frage, wie die Arbeit der Zukunft aussehen kann. Vor welchen Herausforderungen stehen die Betriebe, die Beschäftigten und deren Interessenvertreter*innen?

Gäste

avatar Dr. Florian Butollo
avatar Prof. Dr. Nicole Mayer-Ahuja
avatar Dr. Raphael Menez

Moderation

avatar Daniel Rabe

Es deutete sich jetzt schon an, dass wir in Folge der Corona-Pandemie eine globale Wirtschaftskrise erleben werden. Die Frage ist nur: Wie groß wird diese Krise sein? Und vor allem: Wer ist wie stark von ihr betroffen? Wir möchten ausgehend von den Erfahrungen der letzten großen Finanzkrise 2008 auf mögliche Folgen für die Beschäftigten blicken und über mögliche Antworten auf diese Krise diskutieren.

Gäste

avatar Prof. Dr. Achim Truger
avatar Prof. Dr. Klaus Dörre
avatar Carsten Bätzold

Moderation

avatar Sergio Cicciari

Corona-Apps versprechen, ein Teil der Rückkehr zum gewohnten Miteinander zu sein. Der Clou der Apps soll darin bestehen, dass nicht der Standort gespeichert wird, sondern die Nähe zu unseren Mitmenschen. Die Bluetooth-Technologie soll das möglich machen, die Betriebssysteme der Smartphones sollen dazu geändert werden. Doch noch vor Freischaltung der ersten Tracing-App entschied man sich für eine zentralisierte Datenspeicherung.
Dazu sprechen wir im Webtalk mit Rena Tangens von der Bürgerrechtsorganisation Digitalcourage und Patrick Breyer, Freiheitskämpfer und Europaabgeordneter der Piratenpartei.
Mit den beiden Expert*innen wollen wir neben der technischen Erklärung diskutieren, welche Rolle Datenschutz und Bürgerrechte in Ausnahmesituationen wie diesen spielen – oder wie mit ihnen gespielt wird.

Gäste

avatar Rena Tangens
avatar Patrick Breyer

Moderation

avatar Guido Brombach

In den letzten 20 Jahren stand der Sozialstaat immer wieder in Folge von neoliberalen Reformen unter Druck. Jetzt, in der Coronakrise, erleben wir ein Comeback des Sozialstaates. Aber was passiert in der Zeit nach der Krise? Wird die Kürzungspolitik aufgrund klammer Kassen fortgesetzt oder erleben wir eine Renaissance des Sozialstaats?

Gäste

avatar Annelie Buntenbach
avatar Verena Bentele
avatar Hans-Jürgen Urban

Moderation

avatar Sergio Cicciari

Wir wollen einen Diskussionsanstoß zur politischen Lage in Deutschland geben. Die organisierte, die parlamentarische, aber auch die terroristische Rechte hat einen ungeahnten Aufschwung erlebt. Dabei spielt das Internet als Vernetzungs-, Multiplikations- und Radikalisierungsinstrument eine große Rolle. Auch in betrieblichen und gewerkschaftlichen Zusammenhängen ist dieses Thema nicht zu unterschätzen. Gerade unter der Annahme, dass die Corona-Krise eine ökonomische Krise mit sich bringen wird, ist es von großer Bedeutung, sich inhaltlich und politisch auf Auseinandersetzungen im Betrieb und in der Gesellschaft vorzubereiten.

Gäste

avatar Dr. Matthias Quent
avatar Karolin Schwarz
avatar Chaja Boebel

Moderation

avatar Sok-Yong Lee